Archiv für die Kategorie „Hotels“

Leiche unterm Hotelbett

Montag, 22. März 2010

Ich kann mich erinnern. Mir ging es wie vielen Kindern. Aus mir heute wirklich völlig unerfindlichen Gründen, hatte ich Nachts immer Angst unter das Bett zu gucken. Ein Monster könnte dort liegen oder eine Leiche. Wie die da hin gekommen sein sollte, ist mir bis heute natürlich schleierhaft.

Aber scheinbar kommt diese Angst nicht von ungefähr. Die Meldung, die diese Woche die Runde machte, ist wirklich der blanke Horror. Im US-Bundesstatt Tennessee wurde jetzt die Leiche einer vermissten Frau unter einem Hotelbett entdeckt. Und zwar nicht sofort, sondern erst nachdem sich Gäste über den schlechten Geruch in dem Zimmer beschwert hatten. Was für ein Horror.

Die 28jährige hatte selbst zuvor in dem Zimmer übernachtet und galt seit dem 27. Januar als vermisst nachdem ein Hotelangestellter sie das letzte Mal gesehen hatte. Das Zimmer sei danach gereinigt worden. Dabei muss wohl eine Kleinigkeit übersehen worden. Nämlich die Leiche der 28jährigen. Unter dem Bett. Das Zimmer ist danach regulär weiter vermietet worden.
Wahnsinn. Nun ermittelt natürlich die Polizei. Der Freund der jungen Frau wurde unter Mordverdacht festgenommen.

Wirklich ein Albtraum. Vielleicht sollte man doch immer einen Blick unter das Hotelbett werfen, bevor man sich in einem Hotel zur Ruhe bettet.

Vorgewärmte Betten im Holiday Inn

Montag, 15. Februar 2010

Kaum zu glauben, was ich da im Hotel-Blog lesen musste. Um dem langen, harten Winterzu trotzen, bieten einige Hotels der Holiday-Inn-Kette in England jetzt einen besonderen Service an. Mit Hilfe von menschlichen Wärmflaschen würden dort die Betten der Gäste vorgewärmt. So wärmen speziell ausgebildete Mitarbeiter mit weißen Handschuhen, Strampelanzügen und Schlafmützen die Betten für fünf Minuten vor, so dass der Gast dann ein kuschelig warmes Bett vorfindet, wenn er sein geneigtes Haupt zu Ruhe betten will. Das etwas seltsam klingende Outfit der Vorwärmer habe wohl mit hygienischen Maßgaben zu tun.
Den Service gibt es in den Hotels in Manchester sowie in Londons Kensington Forum und Kingston South. Das behauptet zumindest ein Artikel des Nachrichtensenders NTV, auf den sich der Blogpost bezieht.

Hm… was soll ich dazu sagen. PR? Marketing? Service? Was auch immer. Ich finde die Vorstellung nicht wirklich schön, dass ein fremder Mensch mein Bett vorwärmt. Da ist es mir auch piepegal ob der nen weißen Strampelanzug, ne Zwangsjacke oder ein Clownskostüm trägt. Und überhaupt, welche spezielle Ausbildung braucht man als Vorwärmer. Künstliches Hochfahren der eigenen Körpertemperatur?

Die 10 ekligsten Hotels in Europa

Montag, 1. Februar 2010

Ranglisten sind extrem beliebt, wenn es darum geht die Besten der Besten zu ermittlen. Top Ten gibt es für mittlerweile fast Alles. Die 10 teuersten Hotels, die 10 schönsten Strände, die billigsten Airlines und so weiter, und so weiter. Heute las ich von einer Rangliste, die mir persönlich neu war. Tripadvisor hat die 10 ekligsten Hotels in Europa gekürt. Und wenn man sich diese Liste so anschaut, fällt doch eine Sache besonders ins Auge: Acht der Zehn ekligsten Hotels befinden sich in England. Ups. Angeführt wird die Rangliste des Ekels vom Grosvenor Hotel in Blackpool. Hier liest man aufmunernde Kommentare wie: “Ecklig und dreckig. Steigen sie hier nicht ab” oder “had 7 rooms, every single one of them had dog hairs everywhere. 1 room had pubes on the bed sheets”. Dem ist Nichts mehr hinzuzufügen würde ich sagen. Hier die komplette Liste:

* 1. Platz: Grosvenor Hotel in Blackpool (in Blackpool, England)
* 2. Platz: Villaggio Club Porto Ainu (in Budoni, Sardinien/Italien)
* 3. Platz: Park Hotel (in London, England)
* 4. Platz: Boston Court Hotel (in London, England)
* 5. Platz: Cromwell Crown (in London, England)
* 6. Platz: Dam Hotel (in Amsterdam, Niederlande)
* 7. Platz Corbigoe Hotel (in London, England)
* 8. Platz Earls Court Gardens Hotel (in London, England)
* 9. Platz: Blair Victoria & Tudor Inn (in London, England)
* 10. Platz: Minster Hotel (in Yorkshire, England)

Vielleicht meidet man die Häuser lieber. Fairerweise muss man natürlich anfügen, dass diese Liste und die dahinter liegenden Bewertungen lediglich die Meinung der Tripadvisoruser widerspiegeln.

Kuriose Hotelbeschwerden

Montag, 25. Januar 2010

Die böse Überraschung am Urlaubsort. Das kommt immer wieder vor. Das Wasser ist nicht so blau wie im Katalog, die Palmen nicht so grün und das Hotel Luxushotel entpuppt sich als totale Bruchbude. Digitaler Fotobearbeitung sei dank. Da gibt es schon den ein oder anderen Grund sich auch mal zu beschweren. Es gibt aber auch völlig Abseitige Beschwerden. Eine kleine Übersicht kurioser Hotelbeschwerden fand ich jetzt beim Hotel-Blog und ich musste so sehr schmunzeln, dass ich diese Schmankerl auf keinen Fall verheimlichen kann.

Sehr schön finde ich persönlich den Hotelgast, der sich in den Alpen über die Berge beschwerte. Diese würden das Tal so sehr verengen, dass einem förmlich die Luft zum Atmen wegbleibe.

Schön auch die Behauptung eines weiblichen Hotelgastes, die behauptete durch das Schwimmen im Hotelpool schwanger geworden zu sein. Ah ja. Schon klar. Schwanger durch schwimmen. Nun ja. Das würde ich mir aber was Besseres einfallen lassen, um auf Alimente zu klagen. Was gibt es noch Schönes? Auch ich habe ja hier schon mal über die ein oder andere skurille Beschwerde berichtet. Mein persönliches Highlight ist ja die Ehefrau, die sich beim Reiseveranstalter beschwerte, weil mit ihrem Mann den ganzen Urlaub Nichts anzufangen war, weil sich zwei leicht bekleidete junge Damen permanent auf dem Nachbarbalkon räkelten.

In diesem Sinne: Gute Reise in 2010.

Gewagt – Favela-Hotels in Rio de Janeiro

Dienstag, 24. November 2009

Hotels habe ich hier im Blog ja schon einige vorgestellt. Heute habe ich mal wieder ein ganz besonderes Fundstück. Im Hotel-Blog las ich einen Artikel zu Favela-Hotels in Rio de Janeiro. Das ist sicher nicht jedermanns Geschmack und nicht das Richtig für Sicherheitsfanatiker, gelten die Favelas in der brasilianischen Metropole doch als besonders heißes Pflaster. Aber Copacabana kann ja jeder.

Eines der Hotels, das Hotel Santa Teresa, beherbergte angeblich früher ein Etablissement in dem sich Männer mit leichten Damen amüsierten. Mittlerweile wurde es aufwendig saniert und bietet dem verwöhnten Gast einen einmaligen Blick über den Zuckerhut. Die Preise sind dann mit 230 Euro pro Nacht nicht ganz so Favela-Like.

Es geht aber auch billiger. Die Pousada Favelinha bietet auch einen schönen Blick und einfache Zimmer für 21. Euro die Nacht. Oder das Maze. Hier gibt es 8 Doppelzimmer und acht Appartements mit Selbstversorgung.

Wie gesagt, sicher nicht für jeden etwas, aber sicher eine Möglichkeit eine Seite von Brasilien zu sehen, die fester Bestandteil südamerikanischer Alltagskultur ist und ohne die Brasilien sicher nicht das wäre, was es ist.

Hotelzimmerpreise weiter auf Tiefflug

Donnerstag, 17. September 2009

Überraschend kam die heutige Nachricht nicht. Im Zuge der omnipräsenten Krise sind die Preise für Hotelzimmer schon seit längerem weltweit auf Tiefflug. Was für alle Reisenden wohl erfreulich sein dürfte, ist für Hoteliers sicher Alles andere als das und hier und da sicher auch Existenzbedrohend.
So sind die Preise für Hotelzimmer in den ersten sechs Monaten 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weltweit um sage und und schreibe 17% gesunken. Dies geht aus dem Hotel Price Index des Reiseportals hotel.com hervor. Als Grund werde neben der Wirtschaftskrise auch die seit April diesen Jahres grassierende Schweinegrippe genannt, die den ein oder anderen derzeit wohl doch davon abhält in der Weltgeschichte herum zu gondeln.

Lange war Moskau ja an der Spitzenposition, was die Zimmerpreis angeht. Nun wurde die russische Metropole aber von Abu Dhabi abgelöst. Hier kostet ein Zimmer pro Nacht durchschnittlich 190 Euro und das obwohl auch hier die Preis um 7 Prozent gesunken ist. Am besten lässt sich derzeit in Mumbai sparen. Hier sanken die Preise um satte 42 Prozent von 192,- Euro auf nur noch 111,- Euro durchschnittlich pro Nacht und Zimmer. In Deutschland nächtigt man nirgends so teuer wie in Frankfurt und wem nach einem wirklich preisintensiven Urlaub in Europa der Sinn steht, dem sei derzeit die Schweiz empfohlen.

Ich bin mir sicher, dass sich die Preise in den nächsten zwei Jahren wieder stabilisieren werden. Also jetzt noch mal zuschlagen und ab in den Urlaub. Zum richtigen sparen empfehle ich derzeit die USA. Niedrige Zimmerpreise + niedriger Dollarkurs = Doppelt gespart.

Boomt der Knast-Urlaub?

Freitag, 4. September 2009

Über ausgefallene Hotels und die Nachnutzung alter Gemäuer als Herberge schreibe ich hier ja quasi ständig. Vor einiger Zeit berichtete ich auch mal über die Nachnutzung alter Gefängnisse als Hotel. Genau zu dem Thema las ich heute einen Artikel im Newsticker der Süddeutschen Zeitung. Demnach ist das Übernachten hinter Gittern derzeit sehr im Trend. Vorgestellt wird ein Hotel in der Eifel. Im Hotel “Zum Amtsrichter” kann man hier in ehemaligen Zellen übernachten, die bis 1967 echte Straftäter beherbergten. Heute hat man ein wenig mehr Komfort und auch die anderen Räume des ehemaligen Knastet wurden umgewidmet. Die Schreibstube ist jetzt das Restaurant und im Keller die Bar. Hier gibt es dann passend Gerichte wie die Henkersmahlzeit oder die “Arme-Sünder-Süppchen”. Passend zum Ambiente gibt es für jeden Gast Sträflingskleidung, in denen man auch angekettet durch die Stadt geschleift wird. Klingt schlimmer als es ist. Ist einfach ein Stadtrundgang.

Nun ja, wem es gefällt. Ich persönlich würde andere Hotels bevorzugen, finde es aber immer gut, wenn alte Gebäude einem neuen Zweck zugeführt werden und nicht gleich der Abrissbirne zum Opfer fallen.

Zur Ruhe betten im Ei

Mittwoch, 2. September 2009

Eine Hotelentdeckung jagt die nächste. So langsam werde ich ja zum Hotelexperten habe ich das Gefühl. Nu habe ich wieder was entdeckt. Bei Spiegel Online las ich über ein Hotel aus Betoneiern. Das ganze Ding ist schon etwas älter. Schon 1967 schuf der Schweizer Architekt Pascal Haüsermann das ungewöhnliche Hotel in den Vogesen. Zwischendurch geriet die ungewöhnliche Anlage in Vergessenheit, nun wurde es neu entdeckt. Heute gibt es ein “Love Bubble” für frisch Verliebte und auch ein Ei im Stil der fünfziger Jahre für Retro-Fans. Und kein Ei ist wie das andere. Alle sind individuell liebevoll ausgestatt. Finanziell ist der Spass durchaus erschwinglich. Ab 70 Euro die Nacht geht es los. Fürs Love-Bubble muss man 85 Euro pro Nacht investieren. Das ist fair, wie ich finde.

Abgefahrene Hotels

Donnerstag, 27. August 2009

Man könnte fast meinen, das Ganze hier entwickelt sich zu einem Hotelblog, so oft wie ich über aussergewöhnliche Hotels schreibe. Dem ist natürlich nicht so, aber ich gebe zu, eine kleine Passion ist das ja schon von mir geworden. Und nu habe ich wieder etwas entdeckt. Bei Boingboing.net gibt es eine schicke Fotostrecke mit wirklich mal abgefahrenen Übernachtungsmöglichkeiten. Die gibt es genau hier. Mein Favorit ist glaube ich das umgebaute Flugzeug mit dem ich möchte sagen dran geflanschten Blockhaus. Aber auch das rollende Hotel in Brasilien ist ne feine Sache. So kommt man zumindest rum.

Schlafen in den Baumkronen

Mittwoch, 26. August 2009

Es gibt viele Arten von Hotels. Und über so einige aussergewöhnliche Beispiele haben ich ja auch schon geschrieben. Letztes Wochenende war ich im schönen Görlitz. Mal abgesehen davon, dass die Grenzstadt wirklich eine Reise wert ist und mehr zu bieten hat als man so gemeinhin glaubt, fiel mir ein Prospekt der Kulturinsel Einsiedel in die Hände. Dort gibt es tatsächlich ein Baumhaushotel. In 8 – 10 Meter Höhe kann man dort in individuell gestalteten Baumhäusern übernachten. Die Preise liegen für ein komplettes Baumhaus, in dem man in der Regel mit bis zu vier Personen übernachten kann zwischen 200,- und 300,- Euro. Nicht ganz billig, aber gerade mit Kindern sicher ein tolles Erlebnis. Und Frühstück ist schließlich auch mit drin. Wem die Höhe nichts ist, dem stehen ganz bodenständig noch ein Tippidorf und eine orientalische Zeltsiedlung zur Verfügung. Oder vielleicht unter der Erde ein Erdhaus. Die Möglichkeiten scheinen vielfältig zu sein. Sollte ich also irgendwann mal Kinder haben, stände ein Wochenendausflug dahin sicher mit auf der Liste.