Das nennt man eine schlechte Dispo, würde ich mal sagen. Heute las ich einen Artikel bei Spiegel Online, der mir ja schon ein wenig das Lachen ins Gesicht gezaubert hat. Da muss eine Maschine des allseits beliebten Billigfliegers Ryanair von Leipzig-Altenburg nach Berlin umgeleitet werden, weil der Tower nicht antwortet. Das hatte aber keineswegs technische Gründe, wie man vielleicht vermuten könnte. Nein, weit gefehlt. Der Tower war schlicht und ergreifend nicht besetzt. Der zuständige Regionalmanager der Tower Company gab auf Nachfrage von Spiegel Online an, der Grund sei eine unklare Dienstplanung gewesen. Schlecht für die 180 Passagiere aus London. Statt nach Altenburg landete man in Berlin-Schönefeld. Von dort aus ging es dann mit dem Bus nach Altenburg. Auch eher unschön. Im Großen und Ganzen ja schon ein ganz schön starkes Stück. Für mich auch ziemlich unerklärlich. Wie kann eine Dienstplanung so missverständlich sein. Zumal… soooo groß ist der Flughafen in Altenburg ja nun auch wieder nicht. Sprich, so unüberschaubar kann die Dienstplanung nicht sein. Da hat wohl jemand ziemlich gepennt. Ob und wie die Passagiere für die Unanehmlichkeiten entschädigt wurden, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
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Kein Lotse on Duty – Maschine umgeleitet
Mittwoch, 10. März 2010Emanzipation über den Wolken
Donnerstag, 4. März 2010Was auf dem Boden schon lange selbstverständlich ist, wird es jetzt auch im Flugverkehr eingeführt. Zumindest gibt es Ansätze. Wovon spreche ich? Die Rede ist von getrennten Toiletten für Männer und Frauen. Bisher war davon ja keine Rede und alle Passagieren teilten sich je nach Maschinentyp die 4 oder 6 oder 8 Toiletten an Bord. Die japanische Airline All Nippon Airways will nun nach Geschlechtern getrennte Toiletten auf Langstreckenflügen einführen.So soll in jeder Maschine ein Waschraum als Damentoilette gekennzeichnet werden, der dann gleichberechtigt von den weiblichen Passagieren aller Klassen genutzt werden kann. Damit komme die Airline den Wünschen vieler Passagiere nach. So zumindest berichtet die FVW.
Hm. Da frage ich mich doch, warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist. Oder vielmehr: Warum hat sich da bisher noch niemand drüber beschwert? Frauenrechtlerinnen zum Beispiel. Mir als Mann geht das Thema jetzt nicht so wahnsinnig nah und ich freue mich, dass laut Aussage der Fluggesellschaft auch wir Männer in Ausnahmefällen diesen Waschraum benutzen dürfen, wenn Not am Mann ist. Ich freue mich jedoch für die Frauen. Ich bin gespannt, ob andere Airlines nachziehen werden und sich das Ganze zu einem globalen Trend entwickelt oder ob das Thema ein japanisches bleibt. Schauen wir mal. Ich persönlich werde jetzt zumindest immer ein mal mehr hinschauen, wenn ich im Flieger auf Toilette gehe. Nicht das ich aus Versehen noch aufm Damenklo lande.
Und schon wieder vorbei – Der Pilotenstreik bei der Lufthansa
Dienstag, 23. Februar 2010Das ging mal fix möchte ich sagen. Keine 24 Stunden ist es her, da schrieb ich den letzten Post und allerorten war Angst zu spüren vor dem großen Chaos, in das der Streik der Piloten der Lufthansa die Republik stürzen würde. Nix is. Kein Chaos. Kein Heulen und Zähne klappern. Es hat sich ausgestreikt. Aber warum, woran lag es?
Die Forderung der Pilotenvereinigigung Cockpit sah nicht nur vor, um die Löhne der deutschen Piloten im Lufthansa-Konzern zu kämpfen, nein es sollten alle Piloten weltweit, die eine Maschine der Lufthansa fliegen die gleichen Löhne bekommen. Der Spiegel fand den in meinen Augen sehr treffenden Vergleich “Es war ungefähr so, als würden die Daimler-Mitarbeiter in Stuttgart so lange streiken, bis der Konzern in Südafrika und China die gleichen Löhne wie im Ländle zahlt. ”
Das geht natürlich nicht. Und so beendete eine Arbeitsrichterin den Streik bevor er richtig begonnen hat. Sie wies auf die terretorialen Grenzen des deutschen Tarifrechts hin und untersagte den Piloten weiter zu streiken. Damit wäre der Punkt vom Tisch und Cockpit darf nun “nur” noch über die Gehälter der deutschen Piloten verhandeln. Das ist auch noch eine ganze Menge, wie ich finde.
Wie bereits gestern gesagt, schlagen bei dem Thema zwei Herzen in meiner Brust. Ich gönne den Piloten ihr gutes Einkommen. Ich möchte mit gut ausgebildeten, topfitten und motivierten Piloten fliegen. Schliesslich vertraue ich Ihnen mein Leben an. Aber Realitäten kann niemand ausblenden. Der Wettbewerb im Flugverkehr ist knallhart und das Management muss schauen, dass sie den Konzern langfristig am Leben erhält. Da müssen alle an einem Strang ziehen. Und so richtig schlecht gehts den Kollegen im Vergleich zu anderen Airlines ja auch nicht.
Streiks bei der Lufthansa
Montag, 22. Februar 2010Man kommt nicht vorbei an diesem Thema in den diesen Tagen. Der Pilotenstreik bei der Lufthansa. Das Ganze nimmt mittlerweile wirklich dramatische Züge an und ich bin gottfroh in diesen Tagen nicht irgendwo hin fliegen zu müssen.
Derzeit herrscht Ausnahmezustand an mehreren deutschen Flughäfen. Hunderte Flüge wurden gestrichen. Frustration bei den Passagieren. Kein Wunder, denn auch der Notfallplan der Lufthansa geht nicht auf und neben regulären Flügen sind jetzt auch Sonderflüge vom Streik betroffen.
Aber worum geht es eigentlich? In aller Kürze und extrem verknappt kann man das vielleicht so ausdrücken. Die Gewerkschaft Cockpit fürchtet einen massivevn Abbau der hoch bezahlten Pilotenjobs bei der Lufthansa, deren Konditionen tarifvertraglich geregelt sind. Sie will eine Verlagerung dieser Jobs in eine neu gegründete Unternehmenstochter vermeiden. Vielmehr möchte Sie ein Beschäftigungsgarantie, die die Konzernspitze bisher ablehnt, denn diese ist auf Sparkurs und will bis 2011 um eine Milliarde einsparen. Da müssen auch die Piloten federn lassen. Dabei argumentiert sie mit den dramatischen Umsatzeinbrüchen, die das Unternehmen im Rahmen der Wirtschaftskrise und der wachsenden Konkurrenz durch Billigflieger wie Airberlin und Konsorten hinnehmen musste.
Auch wenn ich wirklich beide Seite verstehen kann und ohne genau Zahlen zu kennen, muss ich sagen, dass ich da eher auf der Seite der Piloten stehe. Die Jungs und Mädels tragen einfach einen Haufen Verantwortung, sind ständig von ihren Familien getrennt und die Ausbildung kostet wirklich ein Vermögen. Ich finde, da sollten die Konditionen zu denen man diesen Job macht schon ausserordentlich gut sein. Also meine bescheidene Meinung.
Bald Liegesitze in der Economy Class bei Air New Zealand?
Donnerstag, 4. Februar 2010Das ist doch mal schön und hebt meine Laune an diesem kalten Tag ganz gewaltig. Im Vielflieger-Blog las ich einen Post das Air New Zealand plane, in Zukunft Liegsitze in der Economy Class anzubieten. So arbeite die Airline an einem neuen Konzept für die Kabineneinrichtung Ihrer Boeing 737-300 Maschinen. Teil des Konzeptes: Liegeflächen auf transpazifischen Flügen in der Touristenklasse. Wenn das man kein Hammer ist. Ein Lichtblick für uns geschundene Holzklasse-Reisende.
Das Ganze nennt sich Skycouch und sieht vor, dass die Armlehnen komplett hoch geklappt werden können und die Sitze mit einer Fußstütze versehen werden, mit dessen Hilfe man die komplette Sitzbank zu einer Liegefläche umbauen kann. Die Planungen gehen dahin, dass zwei zusammen reisende Passagiere, den dritten Platz der Sitzreihe für den halben Preise buchen können, um dann die komplette Sitzbank zu Liegfläche umwandeln zu können. Also doch nicht ganz inklusive sondern quasi ein kostenpflichtiges Update, dass den Komfort merklich verbessert, ohne dass man gleich Business-Class buchen muss. Ab Dezember soll es los gehen. Dann werden die ersten Reisenden auf der Strecke von Auckland nach Los Angeles in den Genuss der Sky Couch kommen. Ich muss sagen, herzlichen Glückwunsch. Das sind die Innovationen, die sich der Flugreisende wünscht.
Bilder des Ganzen gibt es hier. Und ein herzliches Dankeschön an die Kollegen vom Vielflieger-Blog. You made my day!
Mit PilotsEye die Flugangst besiegen
Freitag, 11. Dezember 2009Es soll ja Menschen geben, die die Faszination des Fliegens nicht so richtig nachvollziehen können. Für alle anderen gibt es PilotsEYE.tv.
Seit nunmehr 5 Jahren produziert PilotsEYEY.tv Dokumentationen rund um das Thema fliegen. Sehr faszinierend finde ich ja die Filme, die einen Flug aus der Sicht der Piloten zeigen. Sechs installierte High Definition-Kameras zeichnen während eines Fluges jeden Handgriff und Funkspruch der Piloten auf. Das Ganze wird dann zusammengekürzt auf 60 – 80 Minuten.
Die aktuelle Folge ist für alle, die nicht nur die Faszination des Fliegens nicht teilen, sondern zudem an Flugangst leiden. In 75 Minuten gibt es psychologische Hilfestellungen und sollen lernen, wie das Fliegen funktioniert, um mit der Angst besser umgehen zu können. Dazu begleitet das Team von PilotsEYE.tv ein Lufthansa-Flugangstseminar.
Kein schlechter Ansatz wie ich finde. Ob es was bringt, vermag ich nicht zu beurteilen, habe ich die Folge doch nicht nicht gesehen. Und 34,99 für eine DVD ist ja nun auch nicht wirklich hinterher geschmissen.
Mit dem Weihnachtsbaum in den Weihnachtsurlaub
Montag, 7. Dezember 2009Na das ist mal eine nette Aktion von Air Berlin. Passagiere, die bis zum 24. Dezember mit der zweitgrößten deutschen Airline fliegen, dürfen jetzt ihren Weihnachtsbaum kostenfrei mit in den Urlaub nehmen. So las ich gestern bei fvw.de. Das Angebot gilt auf allen Strecken weltweit der Airline. Einzige Einschränkung: Der Tannenbaum darf nicht länger als zwei Meter sein. Und vorher anmelden sollte man das Weihnachtsgepäck auch vorher. Nun ja, das sollte machbar sein.
Wie schade, dass ich nicht mit Air Berlin geflogen bin. Nen Tannenbaum hätte sich in der Kabine auf dem Dampfer auch gut gemacht. Bei der Gelegenheit. Ab dieser Woche berichte ich live und in Farbe genau hier. Zumindest wenn es die Bordelektronik zulässt.
Lufthansa und Flybe heben Gepäckgebühren
Freitag, 4. Dezember 2009Und schon wieder News von der Lufthansa. Eben erst die Nachricht, dass die Airline sich in Ihrer Strategie den Billigairlines annähern würde, jetzt schon wieder schlechte Nachrichten für die Passagiere. Wie die FVW berichtete, gibt es neue Regelungen für Gepäckgebühren bei der gelben Airline.
Ab dem 1. Januar erhebt die Lufthansa Gepäckgebühren für das zweite aufgegebene Gepäckstück auf allen Nordatlantik-Strecken. So werden dann auf Flügen nach Kanada, die USA und Mexiko 40 Euro pro zusätzlichem Gepäckstück fällig. Ausgenommen von der neuen Regelung sind Passagiere der First und der Business Class und die Vielflieger mit dem Miles-&-More-Status.
Auch die britische Airline Flybe kassiert ab dem 1 Dezember ab. Und zwar bereits ab dem 1. Gepäckstück. So kostet der erste Koffer hier 12 Euro, der zwei bereits 30 Euro. Und das auch nur, wenn man im Vorfeld per Internet das Gepäck anmeldetet. Geschieht das nicht, kostet das erste Gepäckstück bereits 20 Euro. Alle weiteren werden dann jedoch nicht noch teurer.
Es wird also kräftig weiter gedreht an der Preisschraube. Die Airline lassen keinen Versuch aus, die Margen wieder zu steigern, um auch in Zukunft rentabel arbeiten zu können.
Mehr Rechte für Passagiere bei Flugverspätungen
Donnerstag, 26. November 2009Es ist der Hass. Der Flug verspätet sich und man hängt untätig mit den mitleidenden Passagieren stundenlang am Gate rum und wartet auf die erlösende Durchsage. Eine alltägliche Situation, hebt doch in Europa sage und schreibe jeder 5. Flug mit mindestens 15 Minuten Verspätung ab.
Was viele nicht wissen, bei deutlich verlängerten Wartezeiten hat man als Passagier ganz klar definierte Ansprüche gegenüber der Airline. Und ganz frisch hat der Europäische Gerichtshof die Rechte der Passagiere nochmals gestärkt. Einen informativen Artikel dazu las ich gestern bei Focus Online.
Demnach sind Verspätungen bis zu zwei Stunden zwar nicht in Ordnung, für die Airline jedoch schadlos. Erst danach hat man sich gefälligst um die Passagiere zu kümmern. Und das schliesst sowohl die Anreichung von Mahlzeiten und Erfrischungen mit ein, wie auch das Recht zwei kostenlose Telefonate zu führen oder zwei Mails oder Faxe abzusetzen. Klingt ein wenig nach Verhaftung wie ich finde. Jedoch sind die zwei Stunden nicht Allgemeingültig. Die zu akzeptierende Wartezeit ist direkt an die Flugentferung gekoppelt. Je weiter der Flug, desto mehr Wartezeit ist o.K.
Doch damit nicht genug. Der Europiäsche Gerichtshof hat jetzt klar gestellt, das extreme Flugverspätungen mit Flugannulierungen gleichzustellen sind. Somit haben auch Opfer von extremen Verspätungen ab 3 Stunden jetzt den Anspruch auf Entschädigung. Auch hier gilt die Staffelung nach der Flugentfernung. Bei Flügen bis 1.500 km gibt es 250 Euro, bei Flügen über 3.500 Kilometer ganze 600 Euro Entschädigung.
Gut für die Passagiere das Ganze. Für die Airline sicher schwierig. Nicht immer sind Verspätungen einzukalkulieren oder die Schuld der Airline. Mit den neuen Regelungen wird das ganze für die Fluggesellschaften unkalkulierbarer. Wollen wir hoffen, dass sie dieses Risiko nicht auf die Flugpreise umlegen.
Lufthansa mit neuer Strategie
Mittwoch, 18. November 2009Vorbei die Zeiten, in denen es noch einen wirklichen Unterschied machte, mit einem Billigflieger wie RyanAir oder Air Berlin zu fliegen oder die etablierte Lufthansa zu wählen. Bisher war es wesentlich teurer auf einen Billigflieger zu verzichten, jedoch war ein Flug mit der Lufthansa mit wesentlich höheren Komfort und mehr Service verbunden.
Das soll sich nun ändern. Wie Spiegel Online gestern berichtete, will die Airline ihre Strategie den Billigfliegern anpassen, um Kosten zu senken und Marktanteile zurück zu erobern. Dafür soll es weniger mehr Platz, mehr Sitzreihen und ein deutlich reduziertes Angebot an Snacks und Getränken geben. Also mehr Passagiere, schmalere Rückenlehnen – weniger Komfort und weniger Service. Die Lufthansa klage besonders seit der Finanzkrise über eine schwache Nachfrage und einen großen Preisdruck und hat seit dem Aufkommen der Billiglfiger ordentlich Federn lassen müssen, was die Marktanteile und den operativen Gewinn angeht.
Ich bin gespannt und muss zugeben, dass auch ich in der Vergangenheit eher auf die Billigflieger gesetzt habe. Ich fahre auch privat VW Golf und nicht Mercedes S-Klasse. Am Ende geht es doch darum fix von A nach B zu kommen. Vielleicht wird das jetzt ja anders. Also, was die Wahl der Fluggesellschaft angeht meine ich natürlich. Wer in jedem Fall beim fliegen Geld sparen möchte, egal mit wem er fliegt der bucht clevererweise natürlich bei Travel IQ. Hier gibt es immer die günstigsten Verbindungen in ein paar Klicks.